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Google erschwert Keyword-Analyse für SEO Maßnahmen

Search Engine Advertising (SEA), SEO

 

Google SSL Search sorgt für Leere in Keywordlisten - eine Chance für die ganzheitliche, kundenorientierte Kommunikationsstrategie.

 

Normalerweise erfasst jedes Tracking Tool die Such-Keywords, über die ein Besucher auf die Webseite gekommen ist. Das ist für die Suchmaschinenoptimierung besonders wichtig, weil wir über diese Keywords etwas über die Erwartungen und Verhaltensweisen der Websitebesucher erfahren können. Dieses Wissen ist die Grundlage für eine langfristige SEO Strategie.

 

Ist ein User jedoch in irgendeiner Form bei Google eingeloggt (bspw. über Gmail oder YouTube), so erfolgt eine etwaige Suche bei Google immer über eine gesicherte SSL Verbindung. In diesem Fall liefert Google die Keywords nicht mehr aus, sondern ersetzt diese durch den Ausdruck „(not provided)“. Im B2B Bereich werden mittlerweile 40-60% der Suchen über SSL ausgeführt, so dass wir im Schnitt für die Hälfte aller Suchanfragen keinerlei Keywords mehr analysiert werden können.

 

Wir erklären, warum diese Daten überhaupt benötigt werden, wie sie auf anderem Wege beschafft werden können und wie sich durch die Nutzung von neuen Datenquellen gewinnbringendere SEO Strategien umsetzen lassen.

 

Warum wir diese Keyworddaten überhaupt benötigen

 

Keywords sind ein Mittel um potentielle Kunden und ihre Sprache zu verstehen. Sind diese Daten nicht mehr verfügbar, so können wir nicht mehr einschätzen, welchen Effekt unsere SEO Maßnahmen haben. Im ungünstigsten Fall verpassen wir sogar neue Chancen, die sich aus den Keyworddaten, wären diese vorhanden, ableiten ließen. Dies ist besonders ärgerlich angesichts der Zeit und der Mühe die für die Erstellung und Optimierung der Seiteninhalte aufgewendet werden muss.

 

Wie wir diese Keyworddaten auf andere Weise erhalten können

 

Seit der Einführung von Google SSL Search im Jahre 2011 wurden mehrere Wege beschrieben, sich durch andere Datenquellen ein Bild über die Keywords zu machen. Die wichtigsten sechs Methoden möchten wir nachfolgend kurz vorstellen:

 

  • Analyse der Landing Pages: Die „(not provided)“ Daten können nach Landing Pages sortiert werden, also nach den Seiten, die Besucher zuerst angesehen haben. So erhalten wir zumindest einen Eindruck darüber, welche Themenbereiche für diese Besucher wichtig waren.
  • Nutzung von Webmaster Tools: Das Google Webmaster Tool gibt Auskunft über zahlreiche Rankings, insbesondere auch für Long Tail Begriffe. Wir erhalten zwar keine Auskunft darüber, ob auch wirklich Besucher über diese Keywords kommen, aber es gibt uns einen Anhaltspunkt. Kombiniert mit der Analyse der Landing Pages erhalten wir so ein klareres Bild.
  • Analyse der Paid Search Keywords: Google hält Keywords nur bei der organischen Suche zurück. Bei bezahlten Klicks werden die Keywords auch über SSL mit ausgeliefert. Nun sind die Keywords bei bezahlten Klicks zwar schon durch die Kampagne selbst vorselektiert, aber die Besucheranzahl gibt einen Anhaltspunkt dafür, welche Keywords sehr beliebt sind, und teilweise auch, welche Synonyme verwendet werden.
  • Analyse der Navigation: Die Analyse der Seiten, die nach einer bestimmten Landing Page aufgesucht werden, liefert ein Indiz dafür, welche Inhalte der Kunde sucht oder miteinander verbindet.
  • Analyse der internen Suche: Die interne Suchfunktion kann in einigen Analysewerkzeugen direkt mit eingebunden und dann nach Besuchern mit einem „not provided“ Keyword gefiltert werden. Dies selektiert zwar nur Besucher, welche die interne Suche benutzen, gibt aber dennoch Aufschluss über einige Google Keywords.
  • Keyword Recherche: Im Zuge der Konzeption einer SEO Strategie wird für gewöhnlich eine Keyword Recherche für unterschiedliche Zielgruppen durchgeführt. Wird diese Liste mit den oben genannten abgeglichen, so ergeben sich sowohl Verbesserungspotentiale bei bestehenden Rankings über Synonyme und Long Tail Begriffe als auch neue SEO Chancen.

 

Wie wir uns ein noch reicheres Besucherbild erstellen können

 

Das Ziel aller SEO Maßnahmen ist es, ein möglichst klares Profil der potentiellen Kunden zu erstellen und diese dann mit passenden Inhalten zu versorgen, um sie so zu einer Kontaktaufnahme oder zu einem Kauf zu animieren. Die oben vorgestellten Methoden basieren auf der Analyse quantitativer Daten – genau wie die bisherige Analyse der Keywords vor der Einführung von Google SSL Search.

 

Ein viel reicheres Besucherbild erhalten wir allerdings, wenn wir beginnen, qualitative Daten zu erheben. Zwei besonders einfach zu implementierende qualitative Methoden sind:

 

Besucherumfragen in die Website integrieren

 

Eine Umfrage muss nicht lang und zeitaufwendig sein oder die Kunden nerven. Gut umgesetzte Besucherumfragen bestehen meist aus lediglich 2-3 Fragen, wie bspw.

  • Wonach suchen sie?
  • Haben sie gefunden, was sie suchen?
  • Wie zufrieden sind sie mit der Webseite (1-10)?

Trotz ihrer Kürze liefert uns eine solche Umfrage, kombiniert mit den Tracking Daten, ein sehr reiches Bild der Besucher. Wir erhalten so direkt einen Einblick in die „(not provided)“ Suchen, aber darüber hinaus können wir auch sehen, wie zufrieden die Besucher sind. Je zufriedener ein Besucher, desto wahrscheinlicher wird er Kunde, bleibt er Kunde und empfiehlt das Produkt weiter.

 

Zudem hat die Zufriedenheit der Webseitenbesucher indirekt Einfluss auf das Ranking. Zufriedene Besucher setzen Links und kehren nicht direkt zu den Suchresultaten zurück. So kann Google die Zufriedenheit abschätzen und die qualitativ hochwertigeren Seiten auch höher in den Suchresultaten einstufen.

 

Auch technisch müssen Umfragen heutzutage nicht mehr als aufdringliches Popup oder Overlay daherkommen, sondern lassen sich wesentlich dezenter und weniger störend in die Website integrieren.

 

Mit Umfragen lässt sich so ein viel detaillierteres Bild der Besucher der Webseite, insbesondere ihrer Erwartungen erstellen. Und genau das ist die Grundlage für eine ganzheitliche, gewinnorientierte SEO Strategie.

 

Reverse IP Lookup als einfache Form von Business Intelligence

 

Reverse IP Lookup heißt, dass Sie anhand der IP Adresse sehen, welche Firmen Ihre Webseite besuchen, ohne dass diese Firmen „sich explizit zu erkennen geben“. Ist diese Information einmal verfügbar, so lässt sich schnell ein deutliches Bild der Besucher erstellen. effective.tracking ist eine Lösung, die Reverse IP Lookup und Trackingdaten miteinander verbindet.

  • Sind es eher DAX oder MDAX Unternehmen, welche die Webseite besuchen? Schauen diese Unternehmen viele Seiten an, kommen sie oft wieder?
  • Aus welchen Industriezweigen kommen die Unternehmen? Sind sie aus der Plastikindustrie, kommen vielleicht viele Universitäten u. andere Forschungseinrichtungen?
  • Sind international viele S&P Unternehmen oder Fortune 500 vertreten?

Sind solche Fragen erst einmal beantwortet, werden schnell die Schwachpunkte in den Inhalten sichtbar, die für bestimmte Zielgruppen bereitgestellt werden.

 

Andere, umfangreicher umzusetzende Methoden, umschließen die Integration von Marktumfragen in die SEO Strategie. Beispiele sind

  • direkte Post-Sale-Befragungen per E-Mail,
  • die Befragung der Kunden im Zuge einer telefonischen Anfrage oder
  • eine kurze Erhebung der wichtigsten SEO Basics bei der Kundenbasis per Telefoninterview.

 

Chancen für eine integrierte SEO Strategie

 

Eine SEO Strategie, die versucht, auf erfolgreiche Keywords aufzubauen, wird durch Google SSL  Search deutlich erschwert, da in 40-60% der Fälle gar nicht bekannt ist, über welche Keywords die Besucher auf die Website gelangen. Es ist klar, dass zumindest eine komplexere und professionellere Analyse der Zusammenhänge notwendig ist, um unter diesen Bedingungen den potentiellen Kunden suchrelevanten Inhalte bereitzustellen. Die Auswertung eines einzelnen Tracking Tools reicht im Allgemeinen nicht mehr aus. Die oben vorgestellten Methoden erfordern eine klare Strategie und eine ausgeweitete Datenanalyse mittels verschiedener, z.T. professioneller Tools über unterschiedliche Datenquellen hinweg.

 

Diese schwierige Situation biete aber auch eine echte Chance für die Formulierung einer ganzheitlichen, kundenorientierten Kommunikationsstrategie. Die vorgestellten Methoden, wie bspw. Umfragen, ergeben ein deutlich reicheres Bild der potentiellen Kunden, als dies bisher üblich war. Durch diese detaillierteren Informationen lässt sich die SEO Strategie in die Kommunikationsstrategie integrieren und besser auf die Unternehmensziele ausrichten.

So kann mit einer ganzheitlichen Strategie bspw. die Kundenzufriedenheit als Ziel definiert und die Zufriedenheit der potentiellen Kunden mit dem Produktangebot oder mit der Usability der Webseite mit Zahlen belegt werden.

 

Nutzen Sie die Chance, die Ihnen diese Neuausrichtung bietet. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich. effective verfügt über die aktuellsten und leistungsfähigsten Tools, um weiterhin Ihre Seiteninhalte erfolgreich auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen auszurichten. Und mit effective.tracking bieten wir Ihnen zudem eine der besten und zuverlässigsten Reverse-IP-Lookup Lösung auf dem Markt.