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Mobile Marketing: Best-Practices aus dem B2B-Bereich

Gordana_Majnaric

Gordana Majnaric    28.11.2013

Mobile Marketing

 

Dass wir zunehmend Dinge über unser Smartphone oder Tablet regeln, ist kein Geheimnis. Bedürfnisse werden immer mehr „hier-und-jetzt“ befriedigt, die Nutzung von Desktop PCs und klassischen Notebooks nimmt laufend ab. Natürlich hat diese Tatsache auch zunehmend Einfluss auf den B2B Bereich. Professionals brauchen Informationen in jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt, quasi „on the go“. Wie aber lassen sich diese Entwicklungen gewinnbringend nutzen und welches Potential steckt eigentlich für Unternehmen im Mobile Marketing?

 

Dazu erschien vor kurzem der sehr interessante Artikel „Mobile Marketing: What 4 top B2B companies can teach us about mobile“ auf dem Blog b2bleadblog.com[1] . Die Autorin Gaby Paez stellt hier einige Best Practices aus dem Bereich der B2B-Unternehmen vor.

 

Nur ein Drittel hat eine mobile Website

 

Dazu erfolgt zunächst eine kurze Analyse zwölf willkürlich ausgewählter B2B Unternehmen aus der Liste der Fortune 500 Unternehmen. Dabei stellt sich heraus, dass nur ein Drittel der Unternehmen über eine mobile Webseite verfügt. Eine eigene Untersuchung von effective Sevilla zeigt sogar, dass in Spanien kein einziges der wichtigsten B2B-Unternehmen eine mobile Webseite betreibt.

Andererseits zeigt eine Umfrage von MarketingSharpa[2] aus dem Jahr 2012 unter 1.300 B2B Unternehmen, dass 64% der befragten Firmen das Anpassen der Websites an mobile Endgeräte als eine ihrer Top-Prioritäten ansehen und 52% der Unternehmen glauben, dass Mobile Marketing einen signifikanten Einfluss auf ihr Unternehmenswachstum in den nächsten drei Jahren haben wird. Es ist also davon auszugehen, dass die Anzahl von Webseiten, die für mobile Endgeräte optimiert sind, in den nächsten Jahren stark zunehmen wird.

 

Unterschiedliche Ansätze – viele Gemeinsamkeiten

 

Was aber lehren uns die Unternehmen, die bereits jetzt auf mobile Websites setzen? Dazu untersucht Gaby Paez die vier gefundenen mobilen Webseiten der Unternehmen nach verschiedenen Gesichtspunkten: Aussehen, Bedienung, Funktionsumfang und der Mehrwert gegenüber der Desktop Version sind die Parameter, denen sie sich genauer widmet. Im Folgenden soll auf zwei Beispiele näher eingegangen werden.

 

Beispiel 1: Caterpillar

 

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Caterpillar bietet eine vielseitige mobile Website, die Besucher nicht nur Produktspezifikationen abrufen lässt, sondern auch Informationen zu Vertriebspartnern und Vermietungsstationen liefert oder die Möglichkeit bietet, direkt ein Angebot anzufordern. Der Mehrwert der mobilen Website besteht also darin, dass es keine reine Kopie der Desktop-Version ist, sondern die “on-the -go” Bedürfnisse der Nutzer befriedigt.

Weitere Features sind ein nach Kategorien sortierter Produktkatalog, der sich mit einer sehr leicht zu bedienenden Navigation durchforsten lässt sowie die Option „save preferred dealers“, mit der sich die bevorzugten Händler so speichern lassen, dass man sie nachher mit einem Wisch wieder aufrufen kann.

Sicherlich kann man sich vorstellen, dass es im Baubereich öfter dazu kommt, dass auf einer Baustelle der Internetzugang nur mittels Smartphone oder Tablet möglich ist. In diesen Fällen kann eine mobile Website einen großen Unterschied ausmachen.

Aber auch wenn die mobile Website von Caterpiller sicherlich ein Beispiel für eine gelungene Website für mobile Endgeräte darstellt, so besteht doch noch ein gewisses Verbesserungspotential, da noch nicht alle Bereiche der Website für die mobile Darstellung optimiert sind.

 

Beispiel 2: Grainger

 

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Der mobile Shop von Grainger hat die Standard-Funktionen, die man von einer B2B eCommerce-Website erwarten kann. Nutzer können im Shop nach Produkten suchen, Produktkategorien aufrufen und Einkäufe tätigen.

Das Website-Design ist einfach, aufgeräumt und lässt die Nutzer schnell das finden, was sie benötigen. Optionen wie „eine Niederlassung finden” oder “Anrufen” sind ebenfalls nur einen Klick entfernt und runden das Angebot ab.

Neben der mobilen Website bietet Grainger aber zusätzlich noch eine mobile App und ist damit ein hervorragendes Beispiel dafür, warum auch dies Sinn machen kann.

Bei genauerer Betrachtung der App kann man nämlich erkennen, dass diese für Bestandkunden entwickelt wurde, die bereits früher einmal bestellt haben oder hier regelmäßig einkaufen. Dies zeigt sich auch an der Funktion „Quick Order Form“, die über die Eingabe einer Bestellnummer einen schnellen Einkauf „on-the-go“ ermöglicht und das Leben der Einkäufer signifikant vereinfacht.

 

Mehr Aufwand, aber entscheidende Vorteile

 

Dass Grainger neben der mobilen Website auch noch eine App bereitstellt, bedeutet zwar auf der einen Seite einen erhöhten Aufwand für Entwicklung und Pflege, gleichzeitig haben Apps aber zwei entscheidende Vorteile:

  1. Es können an die Nutzer Push-Benachrichtigungen gesendet werden
  2. Das App Icon ist auf dem Home Screen des Nutzers physisch permanent präsent

Beides sind sehr nützliche und wichtige Werkzeuge, um Kunden zu binden. Allerdings muss die App den Kunden einen echten Mehrwert bieten. Tut sie das nicht, kann man sich das Geld für die Entwicklung sparen.

 

Wohin geht die Reise?

 

Klar ist: die mobile Nutzung des Internets nimmt zu. In B2C Bereich ist schon klar zu erkennen, dass Einkäufe zunehmend mittels mobiler Endgeräte im Internet getätigt werden.[3] Dies wird auch immer mehr für den B2B Bereich gelten. Wer sich heute bereits Gedanken zu einem Relaunch macht, sollte eine mobile Version seiner Website gleich mit bedenken. Ein Stichwort heißt hier: Responsive Design. Dies bedeutet, dass Webseiten heute bereist so realisiert werden können, dass sich die Darstellung je nach benutztem Endgerät dynamisch anpasst. Damit ist es egal, ob eine Website auf einem Desktop, Tablet oder Smartphone angeschaut wird.

Inhaltlich sollte man sich Gedanken dazu machen, welche Themen in welchen Situationen für einen Nutzer interessant sein können. So macht es sicherlich keinen Sinn, die kompletten Inhalte der Website nur für mobile Endgeräte zu formatieren. Hier sollten nur die Inhalte präsentiert werden, die für Nutzer „on-the-go“ auch Sinn machen. Je nach Produkt kann auch eine App sinnvoll sein. Allerdings nur, wenn sie für die Kunden einen echten Mehrwert bietet. Nur nach dem Motto „das hat heute jeder“ kann sicherlich viel Geld verbrannt werden, dass man an anderer Stelle sinnvoller einsetzen können.

 

Gerne beraten wir Sie zu einer mobile Internet Präsenz und natürlich auch dazu, wie man diese effektiv mobil vermarkten kann. Kontaktieren Sie dazu einfach Ihre Ansprechpartnerin Sara-Valérie Noori, Telefon +49 621 17893-150, schreiben Sie eine E-Mail an noori@effective-world.com oder hinterlassen Sie uns Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten, wir melden uns umgehend bei Ihnen zurück.
 
 

[1] http://b2bleadblog.com/2013/10/mobile-marketing-what-4-top-b2b-companies-can-teach-us-about-mobile.html
[2] http://meclabs.com/training/publications/benchmark-report/2012-mobile-marketing/free-excerpt
[3] http://www.mediapost.com/publications/article/206417/