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Die drei wichtigsten Fragen zur Auswahl eines passenden SEO-Tools

Sven Balnojan

Sven Balnojan    03.07.2014

Marketing Controlling, SEO, Web Analytics

 

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Rund 10 Millionen Google-Treffer ergibt die Suche nach einem „SEO Tool“ – und fast ebenso groß ist die Vielfalt der angebotenen Lösungen. Dabei unterscheiden sich die Tools sowohl im Preis als auch im Funktionsumfang teils deutlich voneinander: von einfachen kleinen Tabellen bis hin zur professionellen Enterprise-Suite, für die mehrtätige Workshops zur Einarbeitung notwendig sind, ist alles vertreten. Die Auswahl des richtigen SEO-Tools hängt in erster Linie natürlich maßgeblich von den Anforderungen des Unternehmens ab. International agierende Unternehmen bringen dabei oft Voraussetzungen mit, welche die Auswahl kompliziert gestalten: eine Vielzahl von Niederlassungen, unterschiedliche Sprachen in den Zielmärkten und ein oft – zumindest teilweise – dezentral arbeitendes Team.

 

Damit Sie trotzdem das passende SEO-Tool oder die passende Kombination von Tools finden, stellen wir Ihnen hier die drei wichtigsten Fragen, die Sie vor der Auswahl beantworten müssen:

 

1. Welche Suchmaschinen müssen abgedeckt werden?

 

SEO-Tools beschränken sich gemeinhin auf einzelne Suchmaschinen in ihrer jeweiligen Sprachversion. Deutsche SEO-Tools decken dabei häufig google.de, google.ch und google.at ab, teilweise auch bing.de oder yahoo.de.

 

Grundlage für die Entscheidung, welche Suchmaschinen Ihr SEO-Tool abdecken soll, sind also die Länder bzw. die Sprachen, die von Ihrer Webseite, bzw. von Ihren verschiedenen Webseiten abgedeckt werden. Beschränken Sie sich dabei auf die Länder und Sprache, für die Sie auch Personal haben, um die Daten auszuwerten.

 

Jede Webseitenversion ist vorwiegend für eine spezielle Suchmaschine konzipiert. Für den Großteil ist diese Suchmaschine Google. In einigenLändern sind allerdings andere, zumeist lokalen Anbieter wie Baidu (China), Yandex (Russland), Naver (Korea) oder Seznam (Tschechien) die Suchmaschinen der Wahl. Ein Tool, welches in diesen Ländern nur Google abfragt, reicht dann natürlich nicht, da die Resultate dieser lokalen Suchmaschinen oftmals erheblich abweichen.

 

2. Welche Funktionen muss das Tool unbedingt haben?

 

Damit das SEO Tool eine Arbeitserleichterung darstellt, sollten Sie über folgende typische Funktionen nachdenken:

 

Das Monitoring von Rankings: Wir empfehlen diese Funktion, da sie einen schnellen Überblick über die Situation der gesamten Webseite erlaubt.

 

Das Erkennen von technischen und typischen SEO-Fehlern: Diese Funktion sollte in jedem SEO-Tool mit inbegriffen sein, weil sich hinter Fehlern wie „Duplicate Content“, „Missing

Tags“ oder „Broken Links/404 Error“ einfach durchzuführende Optimierungen mit relativ hohem Rankingpotential verstecken.

 

Analyse zur SE-Optimierung von einzelnen Seiten: Unter solchen Analysen werden häufig Keyworddichte, relevante Keywords und die Anzahl an Wörtern auf einer Seite zusammengefasst und mit anderen Seiten aus Google’s Suchindex verglichen. Diese Funktionen sind nie besonders genau und die Tipps, die ein Tool auf dieser Basis liefert, sind oft nicht hilfreich. Dennoch empfehlen wir diese Funktion, weil diese Funktionen die Richtung weisen, in die (von Hand) weiter untersucht werden kann.

 

Analyse der Wettbewerber: Keine Statistik macht Sinn ohne Vergleichswerte, ohne Kontext. Daher erachten wir es als notwendig, dass Vergleichswerte für Kennzahlen auch von Wettbewerbern als Benchmarks in einem Tool mit eingebunden werden können. Idealerweise sollten Sie die Analyse der Wettbewerber im gleichen Umfang wie für die eigene Seite durchführen können. Diesen Umfang bieten die meisten Tools allerdings nicht.

 

Integrationsmöglichkeiten: Zur Auswahl des richtigen SEO-Tools gehört auch die Interaktion mit, bzw. die Integration von anderen Tools. Typische Beispiele sind Web Tracking und Webmaster Tools. Diese Integration ist umso wichtiger, wenn eine Webseite viele Conversions verzeichnet. (Die Wichtigkeit der Integration von Analyse Tools können Sie auch hier nachlesen)

 

3. Wollen Sie eine Enterprise Lösung oder mehrere lokale Tools?

 

Tools, die nur eine Sprache abdecken, bieten meist eine kostenfreie, oder zumindest eine sehr günstige Variante an. Daher werden Sie nach Erstellen einer Liste mit passenden Produkten wahrscheinlich bei diesen zwei Varianten landen:

 

  • Ein einzelnes Enterprise-Tool, das alles kann (nahezu alle Suchmaschinen abdecken, einen großen Funktionsumfang bieten). Ein typisches Beispiel dafür ist Searchmetrics (Wir sind Searchmetrics Partner, weil Searchmetrics weltweit die weitreichendste Abdeckung inklusive Google, Baidu, Yandex und vielen anderen lokalen Suchmaschinen anbietet).
  • Mehrere kleinere SEO Tools, die einzelne Regionen abdecken. Eine typische Kombination wäre XOVI für die DACH-Region und Moz für den US Markt.

 

Bei der Abwägung sollten Sie drei Dinge besonders beachten:

 

  1. Die monatlichen Kosten (Enterprise Versionen mit hoher internationaler Abdeckung sind naturgemäß viel teurer als einfache, lokal beschränkte Tools),
  2. die Einarbeitungszeit und der geleistete Support (bspw. Schulungsmaterialien, Hotline oder die angebotenen Einführungsworkshops) sowie
  3. die Menge an arbeitserleichternden Zusatzfeatures. Dazu gehört z.B. ein Task Manager.

 

Sobald mehr als zwei Personen (die Agentur mit eingeschlossen) mit einem Tool arbeiten, sollten Enterprise Lösungen mit in Betracht gezogen werden, da die Arbeit ansonsten unnötig erschwert wird.