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Kann ChatGPT auch Suchmaschinenoptimierung?

(Ein Hinweis vorab: Wir fokussieren uns hier auf ChatGPT von OpenAI, da dies aktuell wohl das am häufigsten genutzte LLM (Large Language Model) in der KI ist. Insofern mögen die Aussagen für andere LLMs zu relativieren sein. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese (bisher) auch nicht besser oder schlechter funktionieren in Bezug auf SEO als ChatGPT.

Kommen wir nochmal auf die Frage zurück: Kann ChatGPT auch Suchmaschinenoptimierung? Die kurze Antwort lautet: Nein. Jedenfalls nicht richtig. Und nicht ohne menschliche SEO-Expertise dahinter.  

Unsere Erfahrung

In der SEO geht es in erster Linie um textliche Inhalte bzw. Content und damit um Sprache. Und Sprache „kann“ ChatGPT schon ziemlich gut. Daher liegt es natürlich nahe, sich von ChatGPT Unterstützung bei der täglichen SEO- und Content-Arbeit zu holen.  

Die denkbaren und mögliche Anwendungen sind vielfältig und reichen von der Content-Planung und -Kreation (Generierung von Ideen und Entwürfen für Content-Pläne, Website-Texte oder Blogartikel inklusive Bilder und Grafiken) über SEO-Analysen bestehender Webseiten (Aufbau, thematischer Fokus, Meta-Angaben, technische Parameter), die Generierung von Keyword-Kandidaten, die Erzeugung von Metadaten (Seitentitel und Meta-Beschreibungen) oder Bildbeschreibungen (ALT-Texte) bis zur Hervorhebung (Fettung) wichtiger Textstellen oder der automatisierten Erzeugung von (Zwischen-)Überschriften, Zusammenfassungen oder Abstracts (z.B. für Übersichts- oder Hub-Seiten), Glossaren, FAQs, usw.  

Technologische Defizite

  •    Text-Entwürfe bleiben oft oberflächlich, hölzern oder klischeehaft und sind damit – ohne weitere Bearbeitung – aus SEO-Sicht meist nicht als sonderlich relevant einzustufen.
  •    Keyword-Ideen werden aus dem Kontext des jeweiligen Themas heraus generiert und greifen nicht auf tatsächliche Suchdaten (Suchvolumina) für eine Bestimmung der tatsächlichen Relevanz dieser Keywords zurück. Sie sind damit auch meist nicht unmittelbar SEO-tauglich.  
  •    Empfohlenen Textlängen: Body-Texte, Meta-Titel und Meta-Descriptions werden – ohne weitere Spezifizierung – oft viel zu lang, verwenden meist nicht automatisch die relevantesten Keywords und erfüllen damit oft nicht einmal die Mindestanforderungen an „gute“ Meta-Angaben.
  •    Es gibt keine Prüfung auf eventuelle Urheberechtsverletzungen, was ein Risiko darstellt.  
  •    Ebenso wenig ist in jedem Fall sichergestellt, dass die KI keine Fehler einbaut, sei es fachlich-sachlich oder sprachlich.  
  •    Dies gilt insbesondere auch für Übersetzungen des Ursprungstextes.  

Unsere Erfahrung zeigt, dass die ursprünglichen Versionen eines von ChatGPT generierten Textes (sei es der Text selbst oder auch nur die Metadaten) bei der Prüfung durch entsprechend spezialisierte SEO-Plattformen so gut wie immer komplett durchfallen.  

Unsere Empfehlung daher:

  •    Iterativ vorgehen:Keine generischen „All-in-one“ Prompts verfassen nach dem Motto: „Schreibe mir einen SEO-optimierten Blogbeitrag zum Thema X inklusive Metadaten und Überschriften unter Berücksichtigung aller für das Thema relevanten Keywords“
  •    Stattdessen Schritt-für-Schritt vom Allgemeinen zum Speziellen vorgehen: Erst Ideen und erste Textentwürfe generieren lassen (wenn nötig auch erste Keyword-Kandidaten), diese von erfahrenen Menschen/Textern bearbeiten lassen; dann erst Entwürfe für Metadaten verfassen lassen, diese in Bezug auf Zeichenzahl und relevante Keywords auf einer soliden Datenbasis überprüfen und nachbearbeiten; abschließend das Feintuning mit Zwischenüberschriften und/oder Fettungen vornehmen.  
  •    Zum Schluss um mögliche internen Verlinkungen, Backlinks etc. kümmern.  
  •    Eine finale Plagiatsprüfung nicht vergessen!
  •    Und am wichtigsten: Bei bzw. nach jedem Schritt die (Zwischen-)Ergebnisse unter Einsatz eines „echten“ SEO-Tools wie etwa Google Keyword Planer, Semrush, ahrefs, Moz, o.ä. checken und bei Bedarf anpassen  und weiter optimieren!  

Zusammenfassend lässt sich sagen:

KI kann bei der SEO-Arbeit sehr helfen und diese deutlich beschleunigen – insbesondere wenn es darum geht, Textideen zu generieren, erste Entwürfe zu schreiben, ein Thema zusammenzufassen, oder bestehende Webseiten inhaltlich und technisch zu analysieren. Sie ersetzt jedoch nicht die genaue Prüfung der (Zwischen-)Ergebnisse auf Basis spezieller und relevanter (SEO-) Daten wie etwa dem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen für ein bestimmtes Keyword; und auch nicht die weitere Bearbeitung und das Fine-Tuning durch „wissende“ Instanzen – das heißt: echte menschliche Intelligenz  mit der entsprechenden SEO-Expertise – in bzw. nach jedem Prozessschritt.  

Daher gilt für eine gute, relevante, nachhaltige SEO-Arbeit: NIE (never ever) auf die KI allein verlassen! Dies gilt auch und insbesondere für Übersetzungen vermeintlich „fertiger“ SEO-Texte! Stattdessen auf echte (menschliche) SEO-Expertise zurückgreifen (oder diese aufbauen) und die Experten eng in die Arbeit einbinden. Nur so lässt sich tatsächliche Relevanz und damit Sichtbarkeit in den wichtigsten Suchmaschinen erreichen.  

PS: Dieser Text wurde völlig ohne die Hilfe einer KI verfasst. Ganz ehrlich. 😉