
KI-Sichtbarkeit: Warum Webinare wissen, aber nicht zeigen, wo Ihre Marke wirklich steht
KI-Sichtbarkeit: Warum Webinare wissen, aber nicht zeigen, wo Ihre Marke wirklich steht
Das Angebot an Webinaren zum Thema „Wie KI-Systeme die Kundenkommunikation und Markensichtbarkeit verändern" wächst rasant. Und ja – die Diagnose stimmt: Die Customer Journey beginnt längst nicht mehr bei Google, sondern in ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude und in den AI Overviews von Google und Bing. Doch zu wissen, dass sich die Welt verändert, ist nicht dasselbe wie zu wissen, wie man in dieser veränderten Welt vorkommt.
Die Entdeckungsphase findet zunehmend ohne Klick statt
Nutzer stellen Fragen an KI-Systeme und erwarten sofortige, vertrauenswürdige Antworten. Marken, die in diesen Antworten nicht auftauchen, existieren für einen wachsenden Teil potenzieller Kunden schlicht nicht. Die Entdeckungsphase kann heute innerhalb der KI beginnen und enden – oft ohne einen einzigen Klick auf eine Website.
Was in vielen Vorträgen zu kurz kommt: Ein „Nutzer" ist heute nicht mehr nur ein Mensch. Es kann auch eine Maschine sein – ein KI-Assistent, der im Auftrag eines Menschen recherchiert, vergleicht und vorselektiert. Vermutlich werden wir bald bei einem Verhältnis von rund 50:50 landen: Mensch und Maschine als Anfragende. Wer seine Markenkommunikation ausschließlich auf menschliche Leser optimiert, optimiert für die Hälfte des Marktes.
Google selbst macht den Wandel sichtbar
Wie tiefgreifend die Verschiebung ist, zeigt sich an Google selbst. Die ZEIT beschrieb am 20. Mai 2026 sehr treffend, was sich gerade ändert:
„25 Jahre lang sah das, was für viele das Tor zum Internet ist, gleich aus.
Eine simple Box, in die man ein paar Wörter eintippt. Das soll sich nun ändern."
Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz I/O hat Google angekündigt, dass sich das Eingabefenster der Suche künftig dynamisch an die Anfrage anpasst, KI-gestützte Ergänzungen direkt vorschlägt und auch Bilder und Videos als Teil der Suchanfrage akzeptiert. Liz Reid, die für die Google-Suche verantwortliche Managerin, sprach laut ZEIT von der „größten Erneuerung unserer ikonischen Suchleiste seit ihrer Einführung". Aus der klassischen Suche wird ein Dialog – mit Folgefragen auf die seit 2024 ausgespielten „KI-Übersichten".
Anders formuliert: Google verwandelt sein eigenes Kernprodukt schrittweise in einen KI-Chatbot. Wer heute über Sichtbarkeit nachdenkt, denkt damit nicht mehr in Rankings, sondern in Antworten. (Quelle: DIE ZEIT, 20.05.2026)
Wissen ersetzt keine Standortbestimmung
Natürlich liefern die einschlägigen Webinare und ihre Berater im Anschluss die volle Bandbreite an Empfehlungen: welche Signale KI-Systeme brauchen, um Marken zu referenzieren, wie strukturierte Inhalte und E-E-A-T-Strategien aufgebaut sein sollten, welche Rolle gezielte Digital PR entlang der Customer Journey spielt und wie sich GEO-Erfolg über Metriken wie Citation Frequency oder Share of Model messbar machen lässt.
Das ist alles richtig – und doch fehlt der entscheidende erste Schritt: Wie sichtbar ist meine Website überhaupt in KI-Systemen – in den Märkten und Sprachen, die für mich relevant sind?
Erst wenn ich weiß, wo ich stehe, ergibt sich, was ich konkret tun muss. Ein Webinar, das mir allgemein erklärt, was zu tun ist, vermittelt Wissen. Es liefert aber selten die Antwort darauf, was genau in meinem Fall, für mein Unternehmen und gegen meinen spezifischen Wettbewerb tatsächlich zu tun ist.
Wofür aiva steht
Genau an dieser Stelle setzt aiva an. aiva liefert Industrieunternehmen die konkrete Sichtbarkeit in KI-Systemen – pro Markt, pro Sprache, pro Themenfeld. Statt allgemeiner Handlungsempfehlungen entsteht ein belastbares Bild der eigenen Position:
Wie stehen meine Wettbewerber da? Wer wird in welchen Kontexten genannt, wer taucht in Citations auf? Welche Inhalte und Quellen präferieren die KI-Systeme tatsächlich? Wer wird – neben mir, meinen Wettbewerbern, Fachmedien und B2B-Portalen – sonst noch referenziert, möglicherweise als unerwarteter Stimmgeber im eigenen Markt?
Diese Antworten lassen sich nicht aus einem allgemeinen Vortrag ableiten. Sie ergeben sich aus systematischer Messung.
Erst messen, dann handeln
Wer in der KI-Ära sichtbar bleiben will, sollte die Reihenfolge umkehren, die viele Webinare nahelegen. Nicht „erst die Maßnahmen verstehen, dann irgendwann die eigene Lage analysieren" – sondern: erst die eigene Position in den relevanten KI-Systemen kennen, dann gezielt dort investieren, wo die Lücke zwischen Anspruch und Realität am größten ist.
Sichtbarkeit in KI-Systemen ist messbar. Und Messbarkeit ist die Voraussetzung dafür, dass aus Wissen über den Markt eine Entscheidung über die eigenen Maßnahmen wird.