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Die häufigsten Websitefehler und wie man sie behebt: SEO-Tools im Einsatz

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effective world    24.06.2015

SEO

 

   

 

Der erste Einsatz von SEO-Tools wie Searchmetrics kann schon mal zu einem etwas fahlen Teint in der Marketing-Abteilung führen. Unerbittlich finden die Crawler jede kleinste technische Unzulänglichkeit oder Inkonsistenz in der Websitestruktur und im Quellcode. Dabei ist die Lage oft nicht so dramatisch, wie sie sich auf den ersten Blick präsentiert. Es lohnt sich daher zunächst genauer hinzuschauen. So teilt Searchmetrics diese Unzulänglichkeiten in drei Klassen ein: Fehler, Warnungen und Hinweise. In jeder Klasse erfolgt dann noch eine Bewertung der Gravidität der Auswirkung auf den URL Score anhand eines Punktesystems von 1 bis 3.

 

 

Was sind nun die häufigsten Probleme, warum entstehen sie und wie sind sie am besten zu beseitigen?

 

Error 404

Sicherlich ein häufig anzutreffendes Problem ist der sogenannte 404-Fehler. Die 404 bezieht sich dabei auf den vom Webserver zurückgegebenen Fehlercode, der aussagt, dass die angeforderte Seite auf dem Server nicht gefunden werden konnte. Es gibt auf der Website also sogenannte „Broken Links“, die auf eine nicht vorhandene Seite verweisen. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Die häufigsten sind:

  1. Der Link wurde falsch gesetzt (Fehler in der URL).
  2. Die Zielseite wurde gelöscht.
  3. Die URL der Zielseite wurde geändert und der Link wird vom CMS nicht automatisch angepasst (weil es das nicht kann oder weil der Link fälschlicherweise als externer Link gesetzt wurde).
  4. Die Sprachumschaltung generiert einen Link, obwohl die Seite in einer anderen Sprache gar nicht verfügbar ist.
  5. Es gibt Probleme mit Sonderzeichen in der URL (UTF-8 Codierung).

Daraus ergeben sich auch schon die Möglichkeiten zur Fehlerbehebung. Dabei ist bei den Varianten 4 und 5 eine tiefergehende technische Lösung angezeigt, was aber den Vorteil hat, dass damit gleich alle Fehler mit gleicher Ursache entfernt werden.

 

Doppelte Title-Tags

Ein weiterer, recht häufig anzutreffender, Fehler sind doppelte Title-Tags, also mehrere Websites mit dem gleichen Titel. Auch dieser Fehler kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Es wurden gleiche Seitentitel für unterschiedliche Seiten vergeben (z.B. nur der Firmenname oder immer „Download“ auf unterschiedlichen Downloadseiten).
  2. Es existiert zu jeder Seite eine Druckversion, die den gleichen Seitentitel hat.
  3. Es wird der gleiche Seitentitel für unterschiedliche Sprachversionen verwendet (z.B. „News“ in DE und EN).
  4. Es wird der gleiche Seitentitel für unterschiedliche Länderversionen in der gleichen Sprache verwendet (z.B. „Contact“ in GB-en und US-en).
  5. Die gleiche Seite wird unter verschiedenen URLs ausgegeben (URL Groß-/Kleinschreibung, mit oder ohne Trailing Slash „/“ am Ende, mit oder ohne SSL Verschlüsselung, mit oder ohne „www“, Nutzung verschiedener Domains, etc.).

Auch hier gibt es für jede Ursache eine andere Lösung. Wo beispielsweise aus Bequemlichkeit immer der gleiche Titel vergeben wurde (etwa „Download“ oder in unterschiedlichen Sprachversionen), dort wird man nicht umhin kommen, allen diesen Seiten einen individuellen Titel zu verpassen. Für gleiche Seitentitel in Druck- und Länderversionen kann das CMS so modifiziert werden, dass automatisch das Wort „Download“ bzw. der Name des Landes in den Seitentitel eingefügt wird. Dadurch werden wieder alle Fehler mit gleicher Ursache auf einmal behoben. Das gilt auch für die Ausgabe gleicher Seiten unter verschiedenen URLs. Hier ist es notwendig sich auf ein URL-Format und eine Domain zu einigen und die anderen per Permanent Redirect (301-Weiterleitung) auf diese URL umzuleiten.

 

Fehlerquelle Duplicate Content

Eine verwandte Fehlerklasse, ist die Duplicate Content-Problematik. Dies bedeutet, dass zwei oder mehr Seiten einer Website mit dem gleichen Inhalt unter verschiedenen URLs zu erreichen sind. Dies kann beispielsweise dann passieren, wenn es unterschiedliche Länderversionen einer Seite in der gleichen Sprache gibt, also bspw. eine Seite für Großbritannien, eine für die USA und eine für Australien. Hier muss dem Crawler mitgeteilt werden, dass es sich bei den Seiten keineswegs um doppelten Content handelt, sondern um länderspezifische Varianten. Dies erfolgt mithilfe von Einträgen in der XML-Sitemap sowie über sogenannte „Canonical Links“, die eine Seite als kanonische Kopie einer anderen Seite definieren.

 

Links, Links und nochmals Links

Ein weiterer, recht häufig anzutreffender Fehler sind die doppelten internen Linkziele. Dies bedeutet, dass verschieden bezeichnete Links auf der Website auf die gleiche Zielseite verweisen. Für Suchmaschinen ist dies problematisch, da diese die Linkbeschreibung für die Einordnung der Zielseite mit heranziehen. Natürlich lässt sich dieser Fehler oft nicht komplett beseitigen. So kann es sein, dass die Linkbeschreibung innerhalb der Seitennavigation wesentlich kürzer ausfallen muss als im Fließtext. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Anzahl dieser doppelten Linkziele so gering wie möglich ausfällt.

Weitere, häufig auftretende Fehlerkategorien sind: „Viele interne Links“, „Viele externe Links“ sowie „Link-Sackgassen“. Dabei geht es immer um die Verlinkung der Website. Die empfohlene Anzahl interner und externer Links auf einer Seite sowie das Mischungsverhältnis orientieren sich immer an der Relevanz einer Seite sowie deren Stellung in der Website-Hierarchie. Hier können keine pauschalen Empfehlungen getroffen werden. Gute SEO-Tools wie Searchmetrics geben jedoch zu jedem Fehler entsprechende Hinweise, wie sich dieser verbessern lässt. „Link-Sackgassen“ bezeichnet Seiten, auf die man zwar über einen Link gelangt, es aber keine Links gibt, die von dieser Seite wegführen. Hier hilft dem Seitenbesucher nur der Zurück-Button seines Browsers. Klar, dass solche Seiten von Suchmaschinen nicht gerne gesehen werden.

 

Metaangaben

Die letzten Fehlerkategorien, auf die ich heute eingehen möchte, sind „Fehlende/doppelte Meta Descriptions“, „URL zu lang“ sowie „Titel zu lang/zu kurz“. Hierbei handelt es sich um Probleme mit den Metaangaben einer Seite. Diese sind nur individuell und manuell zu lösen. Dies kostet Zeit, belohnt aber mit einem stark verbesserten Site-Score und damit letztendlich mit einer besseren Bewertung durch Suchmaschinen wie Google und Co. Denn darum geht es letztendlich: eine fehlerlose Website ist an sich kein Selbstzweck, sondern erfährt eine bessere Bewertung durch Suchmaschinen, rankt dadurch höher und verbessert dadurch ihre Auffindbarkeit.

 

Nicht verschwiegen werden soll an dieser Stelle übrigens, dass sich einige der Fehler natürlich auch mit Hilfe der kostenlosen Webmaster-Tools der verschiedenen Suchmaschinenanbieter auf die Schliche kommen lässt. Allerdings ist der Einsatz professioneller SEO-Tools wesentlich komfortabler und einfacher, nicht zuletzt wegen der konkreten Handlungsempfehlungen, die diese Tools abgeben.